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Ampelanlage an der B14-Kreuzung in Behringersdorf wird sicherer


1. Bürgermeisterin Ruth Thurner, Paul Brunner, Natascha Seiler mit Blindenhund "Melodie"Behringersdorf (bri) - Auch aufgrund eines Unfalls, bei dem ein sehbehinderter Fußgänger von einem abbiegenden Fahrzeug angefahren wurde, hat sich die Gemeinde Schwaig seit geraumer Zeit verstärkt für einen sehbehindertengerechten Ausbau der Ampelanlage an der B 14-Kreuzung in der Ortsmitte von Behringersdorf stark gemacht. Ruth Thurner, Schwaigs Erste Bürgermeisterin ist erleichtert, dass das Gesuch so schnell umgesetzt wurde. Der Ausbau stand nämlich nicht im Ermessen der Gemeinde, denn bei einer Bundesstraße muss das staatliche Bauamt Nürnberg die Umrüstung veranlassen.

Bei einem Test der neuen Anlage stellten die beiden blinden Mitbürger Gemeinderat Paul Brunner und Krankengymnastin Natascha Seiler aus Behringersdorf fest, dass die neue Anlage ein wesentliches Hilfsmittel für sehbehinderte Menschen darstellt, um eine solch hochfrequentierte Straßenkreuzung möglichst sicher zu überqueren. Ansonsten müssen derart riskante Übergänge von den Blinden allein über das Wahrnehmen der Fahrgeräusche gemeistert werden und das ist natürlich hochgradig gefährlich. Nun wurden an allen vier Ampelmasten Vibrationstaster eingebaut. Kommt ein Blinder an diese Ampel, drückt er den Taster mit dem Blindenzeichen. Unter dem Taster ist ein ausgeprägter Pfeil zu erfühlen, der die Gehrichtung angibt. Vibriert dieser Taster, ist es für den Gehwilligen das Zeichen "jetzt ist grün" und er kann die Straße überqueren.

Trotz dieser technischen Ausstattung appellierten Seiler und Brunner an die Autofahrer - insbesondere an die Abbieger - besondere Rücksicht walten zu lassen, wenn blinde Menschen die Straße überqueren. Das System kann solche Situationen nicht erkennen und die blinden Menschen würden sich in Sicherheit wähnen und unbeirrt weitergehen. Auch E-Autos sind ein großes Problem, da sie fast keine Fahrgeräusche verursachen.

Ganz abgeschlossen ist der Ausbau zu einer blindengerechten Ampelanlage aber noch nicht. Es fehlen noch die Voraussetzungen, die den Sehbehinderten zur Ampel und zum Signalgeber führen. Die dafür notwendigen Bodenmarkierungen sollen aber bald installiert werden. Bis dahin kann sich Frau Seiler auf ihren Blindenhund "Melodie" verlassen, der sie auf ihr Kommando "such die Ampel" zielsicher zur Stahlsäule und den Taster führt.



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